Kickboxen

Es gibt drei verschiedene Disziplinen des Kickboxens:

Semikontakt: Ablauf ähnlich dem Fechten, das heißt, nach jedem gültigen Treffer wird der Kampf unterbrochen und die Wertungsrichter geben den Punkt für die jeweilige Aktion bekannt. Es darf nur mit leichtem Kontakt getroffen werden. Gekämpft wird auf Bodenmatten. Entscheidend bei dieser Disziplin ist vor allem die Schnelligkeit und die Körperbeherrschung des Sportlers, damit die Treffer nicht zu hart ausfallen.

Vollkontakt: Die "Königsdisziplin" dieses Sports und in der Regel denken die Leute daran, wenn sie Kickboxen hören. Der Fight wird in einem Boxring ausgetragen. Hierbei wird, ähnlich dem Boxen, über die gesamte Kampfdauer gekämpft, das Geschehen wird nur bei Regelwidrigkeiten vom Ringrichter unterbrochen. Die Wertung wird erst nach dem Kampfende von den Punktrichtern bekannt gegeben. Es gibt für die Härte der Schläge keine Richtlinien, umso mehr aber für die korrekte Ausführung der Techniken. Ein K.O. ist ein legitimes (und oft auch erwünschtes) Mittel zur Beendigung eines Kampfes. Bei vielen Vollkontaktkämpfen sind Tritte gegen die Oberschenkel erlaubt (Fullcontact mit Lowkicks). Bei dieser Disziplin stehen das taktische Geschick und die Ausdauer eines Kämpfers im Vordergrund, sowie die Fähigkeit, auch harte Gegentreffer zu verarbeiten.

Leichtkontakt: Eine Mischung aus den beiden erstgenannten Disziplinen. Gekämpft wird über die volle Kampfdistanz wie auch beim Vollkontakt, aber nur mit leichtem Kontakt, ähnlich dem Semikontakt.

Daneben gibt es noch Thaiboxen, das sehr ähnlich ist.

Thaiboxen
Muay Thai ist eine der ältesten Kampfsportarten der Welt. Das Thai-Boxen, wie Muay Thai oft auch genannt wird, hat seinen Ursprung in Thailand, wo es auch eine der am weitesten verbreiteten Volkssportarten ist. Bereits im 16 Jahrhundert wurde die asiatische Kampfkunst das erste Mal offiziell erwähnt. Das heutige Thailand (früher Siam) befand sich damals in einem langen Krieg mit dem verfeindeten Birma. Das Muay Thai spielte in diesen Auseinandersetzungen eine große Rolle. Beim traditionellen Muay Thai, dem Muay Thai Boran, ging es nicht nur um den Kampf mit Fäusten, Beinen und Ellenbogen. Damals wurden auch traditionelle Techniken im Umgang mit Waffen gelehrt. Heutzutage ist das Muay Thai eher als eine waffenlose Kampfsportart bekannt. Basis der Muay Thai Kampfkunst sind die Techniken, die dadurch entstanden sind, dass man versuchte, die Bewegungen von verschiedenen Tieren nachzuahmen.
Während in Europa Muay Thai eher als Fitness- und Wettkampfsportart fernab des großen Öffentlichkeitsinteresses betrieben wird, hat das Thai-Boxen in Asien eine ganz andere Bedeutung. In Thailand sind die Stars der Muay Thai Szene gefeierte Helden. Gute Kämpfer können über ihre Kampfkunst schnell reich werden und großes Ansehen erreichen.